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Warum Lernen glücklich macht

Lernen soll glücklich machen? 

Oft empfinden wir das Lernen wohl eher als anstrengend und mühsam. Dabei sagen wissenschaftliche Studien, dass Lernen und Glück im Gehirn direkt miteinander verknüpft sind. Wenn du etwas Begeisterndes erlebst, dann prägt sich dieses Erlebnis bei dir leichter ein. 

In dem Artikel erfährst du, wie auch du Glück im Lernen finden kannst!

Was ist Glück?

Die Hirnforschung kommt zur Erkenntnis, dass Endorphine, Oxytocin und die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin einen großen Einfluss auf unser Glücksempfinden haben. Bei unterschiedlichen Aktivitäten werden diese Botenstoffe freigesetzt. 

Glück und Neurotransmitter

Eine dieser Aktivitäten ist das Lernen.

Was ist Lernen?

Die Lust, Dinge besser zu verstehen, ist eine Überlebensstrategie des Menschen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse für unser Überleben zu sammeln. Das Gehirn nimmt Reize aus der Umwelt auf und verarbeitet sie zu Inhalten. Diese Inhalte werden dann mit den eigenen Erfahrungen abgeglichen und es entwickeln sich Prognosen für die Zukunft.

Das klingt vielleicht zuerst überraschend: Lernen wird heute eher mit der anstrengenden Pflicht aus der Schulzeit verbunden. Wenn du aber Lernen als Sammeln von Informationen aus deinem Umfeld betrachtest, dann ist es genau das, was alle Menschen in der Freizeit machen.

Denk darüber nach: Was machst du gerne in deiner Freizeit? 

Mit Freundinnen reden, Serien anschauen, Zeitung lesen, in ein neues Restaurant gehen: Alles das ist Lernen, und es macht Spaß!

Warum?

Weil wir alle von Natur aus neugierig sind.

Wie Katzen.

Neugierde

Neugierde als Anfang

Wenn du neugierig bist, kannst du dich viel leichter auf ein neues Thema einlassen. Die Neugierde hat den Sinn, dass dein Gehirn immer neue Informationen erhält. Wenn du nämlich neugierig auf etwas bist, dann schüttet dein Gehirn den Botenstoff Dopamin aus. Das Dopamin hilft dir dabei, das Gelernte besser zu verarbeiten und es rascher aufzunehmen. Dieser Vorgang erzeugt bei dir Glücksgefühle.

Wichtig ist dabei, dass die Inhalte neu sind und du sie noch nicht kennst.  

Da wir alles, was uns Freude macht, wiederholen wollen, kommen wir hier in den Kreislauf des lebenslangen Lernens. Glückserlebnisse sind somit ein Leben lang möglich!

Dieses Gefühl, große Neugierde auf etwas Unbekanntes zu haben, erlebte ich, als ich einen Monat in St. Petersburg lebte. Mich faszinierte die nördlichste Millionenstadt der Welt mit ihren goldenen Kuppeln und ich verspürte einen großen Drang die Stadt zu erkunden. Zugleich träumte ich davon, die Sprache zu beherrschen und zurück in Deutschland belegte ich einen Russischkurs und empfand es als inspirierend, eine neue Sprache zu erlernen.

Ich war im Flow.

Je mehr Informationen desto besser

Unser Gehirn und unser Glückszentrum lauern also auf neue und unbekannte Dinge. Das Erstaunliche ist, dass unser Gehirn gar nicht genug Informationen bekommen kann. Je mehr Informationen bereits da sind, desto besser funktioniert es. 

Wenn du also schon vier Sprachen sprichst, lernst du die fünfte noch schneller und müheloser und wenn du schon zwei Instrumente spielst, dann fällt es dir deutlich leichter, ein drittes zu erlernen.

Informationen zu bekommen macht glücklich

Übung: Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege, wann du zuletzt richtig glücklich beim Lernen warst. Was hast du genau gelernt?

Tipps für die Praxis

Was bedeuten die Ergebnisse aus der Hirnforschung nun für die Lernpraxis?

Emotionen haben Einfluss auf das Arbeitsgedächtnis und somit auf unsere Aufmerksamkeit. Sie wirken auch auf die kognitiven Prozesse, die verantwortlich dafür sind, dass Inhalte ins Gedächtnis überführt werden.

Positive Emotionen fördern die Lernleistungen, wie beispielsweise die Begeisterung für eine Aufgabe oder die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.

Angst und Ärger dagegen reduzieren die Aufmerksamkeit am Lerngegenstand. Angst kann aber auch in einigen Fällen die Lernbereitschaft erhöhen. Wird der Lernstoff jedoch wieder abgerufen, kommen auch die negativen Gefühle hoch. 

Angst hemmt auch die Kreativität, die wir aber brauchen, um unser Wissen einzusetzen und Probleme zu lösen.

positive Lernumgebung

Das kannst du tun, um eine positive Lernumgebung zu erschaffen:

  1. Stelle dir, bevor du mit dem Lernen beginnst, einen glücklichen Moment vor. Wie wäre es mit einem Waldspaziergang? Welche Geräusche sind dort, wie duftet es dort und welche Gefühle hast du, wenn du dort entlang spazierst? Versuche dir so genau wie möglich die Situation vorzustellen. Du kannst auch Waldgeräusche anhören, um noch leichter in die Vorstellung zu gelangen.
  1. Mache dir die Bedeutung des Lernens klar. Studien haben ergeben, dass es die Lernfreude und Motivation steigert, über die Bedeutung von Lernen für die eigene Zukunft zu schreiben. Wichtig ist dabei, das Interesse an den Inhalten und am eigenen Lernfortschritt im Blick zu haben und sich nicht mit anderen zu vergleichen.
  1. Lernen macht Freude, wenn es an soziale Interaktion gebunden ist. Suche dir eine Lerngruppe, mit der du dich über deine Fortschritte regelmäßig austauschen kannst und die dich motiviert. Je nach Lerntyp kann es aber auch sein, dass du besser alleine in den Flow kommst. In der Kaffeepause kannst du dich auch mit anderen über deine Erkenntnisse und Fragen austauschen.
  1. Setze dir Ziele, die du erreichen kannst. Zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllbar sind, können zu Angst und Misserfolg führen und dir die Lernfreude rauben. Du kannst Etappenziele auch mit kleinen Belohnungen verknüpfen.
  1. Entwickle positive Glaubenssätze zum Lernen. Glaubenssätze prägen unsere Gedanken vom Leben. Es sind Wahrheiten, an die wir glauben. Oft haben wir negative Glaubenssätze, die uns hemmen und uns auch z.B. beim Lernen im Weg stehen. Formuliere drei positive Glaubenssätze in Bezug auf das Lernen und rufe sie dir vor dem Lernen ins Gedächtnis.

Und du?

Hast du auch schon mal Glück beim Lernen erlebt? 

Schreibe mir gerne deine Antwort in die Kommentare!

Zu guter Letzt: Wenn du mehr Flow im Alltag möchtest, reicht es nicht zu wissen, wie man es tut. 

Du musst es tun.

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Veröffentlicht in Flow

2 Kommentare

  1. Hallo Anna,

    Ihr Artikel ist sehr motivierend. Danke! Jetzt will ich dargestellten Erkenntnisse für meine Schüler fruchtbar machen. Jeder Lehrer sollte das lesen.

    • Hallo Ulrike,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Anna

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